J U S T - T H A T

Gedichte u. Sprüche


Ist so


Man vergisst einen Menschen,
den man schon ewig geliebt hat,
doch siehst du ihn wieder nach ein paar Jahren,
dann merkt man, dass man sich nur eingebildet hat,
diesen Menschen je vergessen zu haben...

Von der Seite:
www.superweb.de/grasfleck/



Und kalt ist die Nacht

Manchmal nur hab ich geweint.
Mit starrem Blick getragen hab ich nach außen hin die Maske meines Wahnsinns.
Wo innen, in mir drin, laut Schmerz und Trauer schrien,
wo ich nichts wollte, als vor alledem zu flieh’n,
zurück zu dir; im Tod, wenn schon im Leben nicht, vereint.
Und kalt ist die Nacht ohne dich.


Manchmal, da hab ich gelacht.
Dass ich den Träumen nachgejagt bin und meine Augen nie die Wahrheit sahen.
Ich hätte wissen müssen, dass ich sie nicht seh’,
an Illusionen glaubte, die ich nicht versteh’
und nie verstand; und oft hat dies mich um den Schlaf gebracht.
Und kalt ist die Nacht ohne dich.


Manchmal, da hab ich bereut, dass in der Zeit,
die wir gemeinsam verbrachten, ohne Fragen an die Zukunft,
ich selten nur die Kostbarkeit des Augenblicks begriff.
Und denke ich nun an die Zeit zurück,
so quält mich dies; und dann verrät mein Lächeln Bitterkeit.
Und kalt ist die Nacht ohne dich.


Manchmal nur hab ich geweint.
Ich hab geschwiegen; hab die Stille der Nacht gesucht, und Kälte nur gefunden.
Ich hab mich selbst verloren in der Dunkelheit.
Wo stumme Nähe war, folgt mir nun Einsamkeit.
Es fehlt mir so; und nichts ist mehr, das mir noch wichtig scheint.
Und kalt ist die Nacht ohne dich.

Verfasser: Luitwin Rémý




Mensch ohne Gefühle


Welch grausam´ Mensch bin ich geworden,
war einst ein Mensch voll Fröhlichkeit.
Doch scheint´s, ich sei bereits gestorben,
in mir herrscht nur noch Einsamkeit.

Einst war ich glücklich, lustig, froh,
doch nun, ich weiß noch nicht wieso,
bin ich nur eine leere Hülle,
ein Roboter, ohne Gefühle.

In meinen Augen steht ein Hilfeschrei,
doch vielen ist dies einerlei.
Denn selbst die Menschen, die mich lieben,
sind zu helfen nicht imstande.
Allein mein Gott könnte besiegen,
was mich bekriegt, in meinem Seelenlande.

Mein Glückswald der Gefühle wurde überschwemmt,
vom Tränenfluss, der ungehemmt
die heile Welt in mir durchschneidet,
und trotzdem werde ich beneidet.
Kein Mensch sieht je den Schmerz in mir,
wie meine Seele leidet.

So setze ich, wie man´s gewohnt,
ein Lächeln dann in mein Gesicht
und hoffe nur, dass es sich lohnt,
die Traurigkeit in mir verfliegt.

Verfasser unbekannt





Marionettentanz


Wenn ich euch so betrachte
- wie ihr hinter Besitz und Ruhm herrennt,
nach Ansehen und Aussehen strebt,
- wie ihr euch versteckt,
eure Gedanken und Wünsche tarnt
in farblosen Gerede über dies und das,
- wie ihr eure ehrliche Meinung und eure Fehler
in glänzendes Geschenkpapier verpackt
(wehe - einer reißt die Verpackung auf!)
- wie ihr nicht aussprechen könnt
und nicht wissen wollt,
was in euch ist,
dann meine ich manchmal,
ich sehe einem Marionettentanz zu ,
bin glücklich,
Zuschauer zu sein und frage mich,
wer lässt die Marionetten tanzen?


Verfasser unbekannt










Fragen... und doch keine Antwort

Ist ein Tier nur ein verändeter Mensch?
Ist eine Blume nur ein verwelkter Baum?
Ist ein Papier ein totes Blatt?
Ist ein Lied ein verdrängter Gedanke?
Bin ich wirklich ich?
Wer sagt, dass ich ich bin?
Wer sagt, dass mein Leben so laufen soll?
Wer sagt, dass ich die Tochter meiner Eltern bin?
Wer sagt, dass ich erwachsen bin?
Bin ich vielleicht eine ganz andere Person?
Was ist schon ein Name?
Was ist schon ein Taufschein?
Was ist schon ein perfektes Aussehen?
Was ist schon ein gespieltes Leben?
Wenn ich nicht ich selbst bin?


Verfasser unbekannt









Der Clown

Beifallsstürme tosen endlos, grelles Licht zerreißt den Raum.
Alles starrt gebannt zur Bühne, wartet auf den großen Clown.
Seht, ja da ist er, lustig wie er immer war.
Hört ihr sein Lachen, sein bekanntes Hip-Hurra.

Seine Gags sind ungeschlagen, seine Show kommt immer an.
Tausend Augen folgen gierig, dem berühmten Spaßmachmann.
Seht, ja da ist er, lustig wie er immer war.
Hört ihr sein Lachen, sein bekanntes Hip-Hurra.

Wenn du so sein willst, wie du wirklich fühlst,
dann erschlagen dich die Fragen und der Spott ist dein Hemd.
Alles glotzt dich an, oder glotzt vorbei,
und du spürst Verständnis ist den meisten fremd.

Wir spielen euch wie ihr seid,
doch ihr zieht nur die Fressen breit.

Ist die Vorstellung vorüber, löscht ein Mann das Rampenlicht,
mit dem Ärmel vom Pullover wischt er Schminke vom Gesicht.
Seht, ja das ist er, weinend wie ihn keiner kennt.
Er darf erst Mensch sein, wenn kein Licht mehr brennt.


Verfasser unbekannt











Vom Sterben

Manche
sterben durch Unfall.
Manche
sterben durch Krankheit.
Manche
sterben durch Gewalt.
Manche
sterben an Altersschwäche.
Manche
sterben durch ihre eigene Hand.

Viele sterben an Lieblosigkeit -
das ist der schlimmste Tod,
weil man danach noch weiter lebt.


Verfasser unbekannt











Wann wirst Du alt?


Wenn jeder Schritt mühsam wird?
Wenn die Müdigkeit zunimmt,
die Angst, die Gleichgültigkeit?
Wenn du das Gefühl hast,
es sei jetzt genug?

Alt wirst du erst,
wenn du aufhörst zu träumen,
wenn du behauptest, es gäbe Grenzen,
wenn du dich abgefunden hast.

Wenn das wärmende Feuer
in deinem Herzen zu Asche
und der lebendige Strom der Liebe
zu Eis geworden ist.


Verfasser: Wolfgang Poeplau










Kalt

Ich sehe Dich an und blicke in ein tränenverweintes Gesicht.
Ich rede mit Dir,
doch Du gibst mir keine Antwort.
Ich versuche Dich zu trösten,
Dir zuzureden,
dass Du ihn vergessen sollst,
doch Du siehst mich nur verständnislos an.
Ich streichel zärtlich Deine Wange,
doch statt einer warmen sanften Haut,
berühre ich das kalte Glas meines Spiegels.


Verfasser unbekannt










Der Augenblick

Warum denn währt des Lebens Glück
nur einen Augenblick?
Die zarteste der Freuden
stirbt wie der Schmetterling,
der,
hangend an der Blume,
Verging, verging.

Wir ahnen, wir genießen kaum
des Lebens kurzen Traum.
Nur im unselgen Leiden
wird unser Herzeleid
in einer bangen Stunde
zur Ewigkeit.


Verfasser: Johann Gottfried Herder













Gefühle


Wie gern würd ich schreien,
ganz lange und schrill,
doch ich sag nicht ein Wort,
bin wieder nur still.
Wie gern würd ich lachen,
ganz ohne Bedenken,
doch es fällt mir schon schwer,
Dir ein Lächeln zu schenken.
Wie gern würd ich lieben,
ohne das Denken an morgen,
doch ich kann nicht vergessen,
werd beherrscht von den Sorgen.
Ich würd Dir gern sagen,
wie sehr ich Dich mag,
dass Dein Lächeln mir Kraft gibt,
auch am dunkelsten Tag.
Doch ich werde nichts tun,
werde wieder nur schweigen,
denn ich hab nie gelernt,
meine Gefühle zu zeigen.


Verfasser unbekannt













Graue Wolken

...der Tag hat einmal so schön begonnen,
klarer Himmel, Sonnenschein - was ist los mit der Zeit?
Überall Streit, ohne Hoffnung auf Besserung
wo sind all die schönen Träume...
wo ist mein Leben?
Worin besteht der Sinn meines Daseins?
Wie ein dunkler Raum, ganz ohne Licht,
ganz ohne Leben...
Ich möchte schreien... alles rauslassen
möchte wissen wer ich wirklich bin,
nachdenken und in der Vergangenheit wühlen
kann ich nicht mehr, es tut so weh.
Schon soviel ist passiert
und man stumpft nach aussen selber ab
mit der Zeit,
dann wird der Tag nie mehr mit Sonnenschein beginnen,
nie wieder werden Vögel für mich singen
kein blauer, klarer Himmel, nur schwarze Wolken und Regen... wie ein Blitz, sticht der Schmerz
in meinem Herz an den Gedanken,
für immer mein Lächeln zu verlieren...


Verfasser unbekannt












Ich lebe und ich sterbe

Ich lebe und ich sterbe, ich verbrenne und ertrinke.
Ganz maßlos heiß ist mir, obwohl ich Kälte leide;
zu weich und doch zu hart ist mir das Leben.
Ich trage großes Leid und fühle Freude mittendrin:

im gleichen Atem lache ich und weine,
und im Vergnügen dulde ich manch schwere Qual.
Mein Glück ist hin und dauert ewig:
zur gleichen Stunde grüne ich und welke.

So führt mich Amor ganz nach seiner Laune,
und wenn ich eben ärgsten Schmerz zu haben meine,
schon bin ich ohne Zutun frei von aller Pein.

Und glaub ich dann, mein Glück sei ganz gewiß,
ich sei nun  auf dem Gipfel meiner Seligkeit –
stürzt er mich wieder in die alte Not.


Verfasser: Louise Labe
(1526 - 1566)













Ich gehe eine Straße entlang

Ich gehe eine Straße entlang
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich falle hinein. Ich bin verloren...
Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder herauszukommen.

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so, als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann es nicht glauben,
schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich sehe es.
Ich falle immer noch hinein... aus Gewohnheit.
Ich weiß wo ich bin. Es ist meine eigene Schuld.
Ich komme sofort wieder heraus.

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe darum herum.

Ich gehe eine andere Straße entlang.


Verfasser unbekannt













Menschen

Versuch die Menschen zu verstehn.
Schau durch die Augen in ihr Herz.
Lerne beizeiten zu vergeben
und teile auch des anderen Schmerz.

Versuch die Menschen ganz zu lieben.
Gib deine Hand und dein Vertrauen.
Lass dich durch gar nichts unterkriegen.
Bau deine Welt - doch schau in die Augen!


Verfasser unbekannt












Veilchen

Die Veilchen sind erforen.
Sie hofften auf den Frühling,
dass er ihnen Wärme und Licht gibt,
die sie zum Leben brauchen.

Ein Mensch ist erfroren.
Er hoffte auf uns,
dass wir ihm Liebe und Wärme geben,
die er zum Leben gebraucht hätte.


Verfasser unbekannt









Es weht der Wind

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines,
das eine Blatt man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein,
war Teil von unserm Leben.
Drum wird dies Blatt allein
uns immer wieder fehlen.


Verfasser unbekannt










Quelle:   www.rund-ums-baby.de/family/traumwelt/

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